Mit Protonen gegen Prostatakrebs

28 Jan 2019 News

Die Protonenbestrahlung ist eine erfolgsversprechende Alternative bei bösartigen Prostatakrebs.

Prostate cancer is the most common cancer among men in Europe. It is the third leading cause of cancer death after lung and colon cancer.

Prostatakrebs ist die häufigste Krebserkrankung bei Männern in Europa. Nach Lungen- und Darmkrebs ist sie die dritthäufigste krebsbedingte Todesursache. Bei rechtzeitiger Entdeckung und Behandlung ist die Lebenserwartung bei Prostatakrebs sehr gut, Die Protonentherapie verhindert sogar die gefuerchteten Nebenwirkungen bei Operation – Inkontinenz und Impotenz. Anders als bei herkömmlicher Strahlentherapie (mit Photonen) entfalten Protonen ihre Wirkung direkt im Tumor und schonen umliegendes Gewebe, da sie präziser gelenkt werden können. Knapp hinter dem Tumor geht die Strahlung gegen Null, was auch mit modernster konventioneller Strahlentherapie nicht erreicht wird. So koennen Schaeden im umliegenden Gewebe, z. Bsp. Darm, ausgeschlossen bzw. auf ein Minimum reduziert werden.

Für welches Stadium von Prostatakrebs eignet sich die Protonentherapie?

Eine wesentliche Voraussetzung für eine Protonentherapie ist die regionale Begrenzung des Tumors. Hat der Tumor bereits gestreut und Metastasen gebildet, ist auch hier die Protonentherapie eine Option. Mit der Protonentherapie koennen sogar Primaerherd und Metastase bestrahlt werden. Die Protonentherapie kann auch bei erneutem Auftreten (nach zunaechst erfolgreicher Behandlung) von Prostatakrebs eingesetzt werden.

Wie groß sind die Heilungschancen?

Bei rechtzeitiger Bestrahlung sind die Erfolgsraten nahezu 100%.

Kann die Protonentherapie eine Operation ersetzen?

Ja, die Bestrahlung mit Protonen ist eine von Patienten haeufig gewuenschte und auch empfohlene Form der Behandlung, da die gefuerchteten Nebenwirkungen mit Inkontinenz und Impotenz nahezu ausbleiben

Wie lange dauert eine Protonentherapie?

Die Behandlung dauert zwischen vier und sieben Wochen, erfolgt ambulant, und beansprucht den Patienten ca.1h taeglich ueber ca.5 Wochen.

Welche Risikofaktoren und Nebenwirkungen gibt es?

Auch bei Protonentherapie sind Nebenwirkungen nicht auszuschliessen. Die bereits mehrmals erwaehnte Inkontinenz und Impotenz, wie sie haeufig bei Operation anzutreffen ist, ist jedoch bei Protonentherapie aeusserst selten. Waehrend der Behandlung kann es zu Irritationen des umliegenden Gewebes aehnlich wie bei einer Prostataentzuendung kommen. Bedingt durch die praezise Steuerung des Behandlungsstrahls sind weitere Gewebeschaeden im Bereich des Darmes sehr selten. Auch Sekundaertumoren, die nach der gewoehnlichen Strahlentherapie moeglich sind, treten bei Protonentherapie in den Hintergrund.

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