Behandelbare Tumore

Erfahrungen aus über 3000 behandelten Krebsfällen

Diese Aussagen wurden aufgrund von über 3000 am RPTC bestrahlten Patienten getroffen. Jede genannte Tumorart wurde bereits am RPTC behandelt.

Schädel / Hirn

SCHÄDEL/HIRN STRAHLENTHERAPIE MÖGLICH VORTEILE DER PROTONENTHERAPIE
Typische Hirntumore Bestrahlung in Konkurrenz zur operativen Therapie, heute mit deutlicher Tendenz zur Radiotherapie. Hochgradige Konzentration der Strahlenwirkung im Tumor unter Schonung gesunden umgebenden Hirngewebes vermeidet durch die Strahlung resultierende Intelligenzdefekte. Bei Kindern und in frühem Lebensalter wird mit Protonen die Wahrscheinlichkeit (nach Jahren bis Jahrzehnten) durch die Bestrahlung selbst ausgelöster Zweittumoreum eine Größenordnung verringert.
Tumore der Hirnnerven,z. B. Akustikusneurinom Vergleichbare Wirkungen mit operativen Eingriffen. Schonung des umgebenden Hirngewebes mit Vermeidung weiterer Nervenausfälleund anderer Schädigungen.
Tumore an der Hirnanhangsdrüse Vermeidung eines sehr eingreifenden chirurgischen Eingriffs durch den Mund. Konzentration der Strahlenwirkung auf Hirnanhangsdrüse unter Schonungumgebender Hirnnerven wie dem Augennerven.
Tumore an der Schädelbasis,z. B. Chordome, Chondrosarkome Meist in Kombination mit chirurgischen Eingriffen, die überwiegend zu einer nur unvollständigen Tumorentfernung führen. Je nach Stadium Erhöhung des Heilungseffektesim Vergleich zu Röntgen auf z. B. 20 % auf 80 % Wahrscheinlichkeit.

Hals-Nasen-Ohren

HALS-NASEN-OHREN STRAHLENTHERAPIE MÖGLICH: VORTEILE DER PROTONENTHERAPIE:
Tumore in den Nebenhöhlen Erhalt der Umgebung der Schädelstrukturen. Bessere Schonungsmöglichkeiten wichtiger Organe,wie Augennerven.
Tumore der Mundorgane wie Zunge, Tonsillen, Zungengrund Gute kurative Erfolge mit Bestrahlungen im Vergleichzu Operationen.
Tumore der Speicheldrüsen und im Rachenbereich Schonung unbeteiligter Speicheldrüsen. Die Röntgenmethode als Durchstrahl-Verfahrenschädigt bei diesen Anwendungen in der Regel die Speicheldrüsen beider Seiten. Ein massivinvalidisierender Zustand. Mit Protonentherapie kann eine Seite der Speicheldrüsen vollständig funktionell erhalten werden.

Lunge und Brustkorb

LUNGE UND BRUSTKORB STRAHLENTHERAPIE MÖGLICH: VORTEILE DER PROTONENTHERAPIE:
Lungentumoren (nicht-kleinzelliges) / kleinzelliges Bronchialkarzinom Lungenmetastasen Karzinome des Rippenfells Die Behandlung von Bronchialkarzinomenerzielt je nach Stadien nach Operationenoder Bestrahlungen unterschiedliche Ergebnisse. Die Operation wird in der Regeldurch Brustwandschnitte, nicht endoskopischausgeführt. Sie hat den Nachteil, dass insbesondere bei älteren Menschen durch Schädigung der Rippenstruktur die Atemmechanik nachhaltig behindert wird. Daher besteht ein hohes operatives Behandlungsrisiko, das die Bestrahlungsverfahren vermeiden. Im Bereich des Bruskorbes kommen die Vorteileder Protoentherapie gegenüber Röntgen massiv zum Tragen: Röntgen arbeitet mit den nicht-stoppbaren, nicht dreidimensional zielbaren Röntgenstrahlen, wodurch praktisch immer auch die zweite, gesunde Lunge geschädigt wird. Die Schädigung durch diese Streustrahlung ist sehr hoch, da das gesunde Lungengewebe bereits bei einer niedrigernen Dosis (18 Gray) mit einer Lungenentzündung reagiert, die mit Röntgen nicht vermeidbar ist, da der Dosisbedarf der Tumore höher liegt (z.B. 70 Gray). Mit Protonen ist immer eine die gegenseitige Lunge völlig schonende Bestrahlungdes Tumors mit hohen Dosen möglich, die Atemfunktion erhält.

Bauchraum

BAUCHRAUM STRAHLENTHERAPIE MÖGLICH: VORTEILE DER PROTONENTHERAPIE:
Speiseröhrenkarzinome Die chirurgische Behandlung der Speiseröhrenkarzinome erforderteinen Ersatz der Speiseröhre zwischen Magen und Schlund durch einen hochgezogenen Dickdarmanteil. Dies ist ein sehr großer Eingriff (Drei-Höhlen-Operation), der bei älteren Menschen einhohes Risiko umfasst. Die Bestrahlung vermeidet dieses Risiko. Hier gilt wieder, die Konzentration der Protonenwirkung im Tumorbereich schont die Umgebung, hier wiederum die Lungen und schädigt den Patienten wesentlich weniger.
Bauchspeicheldrüsen-tumore Bei entsprechend guten Zustand sollte immer eine Operation versucht werden, ein massiver Eingriff mit Entnahme von Darm und Magenteilen. Da die Karzinome der Bauchspeicheldrüse häufig Metastasen bilden, bevor sie Symptome auslösen und diagnostisch entdeckt werden, ist eine postoperative Bestrahlung fast die Regel,z. B. bei Lebermetastasen. Mit Röntgen ist eine tumorsterilisierende Bestrahlung bzw. Nachbestrahlung in die Bauchspeicheldrüse aufgrund derwegen der ungünstigen Dosisverläufe bei Röntgen nicht vermeidbaren Umgebungsschäden (Nieren, Darm) mit befriedigender Dosis nicht möglich. Dies ist die Domäne der Protonentherapie, die gezielt ohne signifikante Umgebungsschäden bei den genannten Organen die Bauchspeicheldrüse abdecken kann. Moderne Protonen-Scanning-Verfahren erlauben gleichzeitigdie Behandlung schon existierender Lebermetastasen.
Tumore der Leber-und Gallengänge Lebermetastasen können, z. B. beigleichzeitigen Karzinomoperationen im Oberbauch operativ entfernt werden. Isoliert ist dieser operative Aufwand kaum sinnvoll, dann wird eine Bestrahlung vorzuziehen sein, was ebenso für Gallengangskarzinome gilt. Wichtig ist, dass 1200 Milliliter Lebergewebe von Strahlung nicht touchiert wird. Dies ist bei Protonen wesentlich besser möglich als beider Durchschussmethode Röntgen; in bestimmten Fällen wurden bis zu 8 Lebermetastasen mit dem Scanningsystem umgebungsschonend sterilisiert. Auch sehr große Einzelmetastasen sind weitaus besser der von Protonen gewährleisteten Dosisverteilung zugänglich.
Tumore des Enddarmund Anus Während die höheren, beweglichen Darmteile nicht bestrahlt werdenkönnen, ist es grundsätzlich bei demfixierten tieferen Mastdarm und dem Analbereich möglich. Der Einsatz von Protonen erlaubt hier die Schonung dernäheren (z. B. Prostata) und weiteren (z. B. Hüftgelenke) Umgebung aufgrund der präzisen Dosiskonzentrationim Tumorbereich.

Prostata / Urogenital

PROSTATA / UROGENITAL STRAHLENTHERAPIE MÖGLICH: VORTEILE DER PROTONENTHERAPIE:
Prostatakarzinomeund -rezidive Während ausgedehnte Prostatakarzinome mit Umgebungsinfiltration ohnehin bestrahlt oder nachbestrahlt werden müssen: In allen Stadien sind die Bestrahlungsergebnisse bis 15 Jahren Nach beobachtungszeit völlig vergleichbar mit operativen Ergebnissen. Allerdings, Inkontinenzen werden im Gegensatz zur Operation nicht ausgelöst, eine sich dem Alterungsprozess katastrophal aufpfropfende Impotenz ist ebenso wenigzu erwarten. Die auf die Prostata konzentrierte Protonenbestrahlungs chont die Umgebung, z. B. die Hüftgelenke. Sie gewährleistet auch aufgrund der Strahlenkonzentrationim Tumor und aufgrund der besseren Umgebungsschonung eine massive Verkürzung der Behandlungszeit: Das RPTC behandelt Prostatafälle mit nur 21 Bestrahlungstagen, statt 41 wie konventionell. Bei ausgewählten Frühfällen ist eine Verkürzung auf nur 5 Bestrahlungstage möglich. Die häufigsten Therapieversager sind durch nicht erkannte Metastasen im Lymphabflussgebiet direkt nach oben entlangder Bauchschlagader bedingt. Am RPTC werden mit den modernsten Methoden (Ganzkörper Kernspintomographie, PSMA-PET-CT) Lymphknoten eben dort gesucht. Bei Auffindung und ebenso einem hohen statistischen Risiko (nach PSA Werten und Gleason-Scores) wird dieser Lymphknotenbereich mit dem präzisen Protonen-Scanning-System bestrahlt. Mit konventionellen Röntgenstrahlen, einschließlich modernerer Verfahren (wie Cyber-Knife, IMRT) wird diese Bestrahlungsfelderweiterung in der Regel nicht geübt, da durch die unpräzise Röntgenstrahlung der Darmgefährdet werden kann.
Harnblasen-karzinome In Konkurrenz zur Operation besteht hiereine Bestrahlungsindikation. Diese kann mit Protonen umgebungsschonend behandelt werden.
Tumore desweiblichenBeckens Soweit hier Organe ortsständig sind, sind Bestrahlungsverfahren in Kombination mit Operation oder isoliert im Einzelnen prüfbar. Massive Umgebungsschonung mit Protonen.

Weitere

WEITERE STRAHLENTHERAPIE MÖGLICH: VORTEILE DER PROTONENTHERAPIE:
Sarkome und Chordome (mit zweithäufigster Lokalisation) in Steißbeinumgebung In Kombination mit Operationen oder ohne besteht hier eine grundsätzliche Bestrahlungsindikation. Insbesondere im Schädel (siehe oben) deutlich bessere Heilungserfolge durch präzise Strahlungslokalisation.
Lymphknoten Lymphknoten verschiedenster Ursprünge sollten immer als Bestrahlungsindikation erwogen werden. Präzises „Herausauspicken“ einzelner Lymphknoten oder Metastasen mit Protonen umgebungsschonend möglich.
Metastasen Erwägung der Bestrahlungsindikation, ausbreitungsbedingt Bestrahlung meistsinnvoller als operative Entfernung.
Lymphome Bei manchen, teilweise ortsständigen Blutkrebsen, wie z. B. Morbus Hodgkinwerden die Ursprungsorte oftmals bestrahlt. Dies ist, wiederum umgebungsschonend und konzentriertauf z. B. das lymphomtragende Knochenmark, vorteilhaft mit Protonen möglich.